Ein Eventmoderator kostet je nach Dauer, Format und Vorbereitungsaufwand unterschiedlich viel: Einen ehrlichen Festpreis für alle Events gibt es nicht, weil kein Event dem anderen gleicht. Seriös ist ein schriftliches Angebot nach einem Briefing, mit klarem Leistungsumfang und separat ausgewiesenen Reisekosten.
Warum kein Moderator einen Listenpreis nennt
Hinter einem Auftritt steckt sehr unterschiedlich viel Arbeit. Ein festlicher Abend mit fertigem Ablauf braucht ein gutes Briefing und eine Probe. Ein zweitägiger Kongress mit Fachprogramm braucht Einarbeitung in Themen, Vorgespräche mit Rednern und Abstimmung mit der Regie über Wochen. Beides "ein Tag auf der Bühne" zu nennen, führt in die Irre: Der Bühnentag ist nur der sichtbare Teil.
Die vier Faktoren, die das Honorar bestimmen
Erstens die Dauer: ein Abend, ein ganzer Tag oder mehrere Tage am Stück. Zweitens die Vorbereitung: fertiger Ablauf oder Mitarbeit an Dramaturgie, Texten und Fragen. Drittens das Format: Eine Preisverleihung mit zehn Übergaben verlangt andere Arbeit als eine Fachtagung mit Panels. Viertens die Nebenkosten: Anreise und Übernachtung, die getrennt vom Honorar stehen sollten.
Ein Beispiel aus der Praxis
Jasmin Wölke hat die Leadership Excellence Awards moderiert, einen festlichen Abend mit 250 Gästen und zehn Auszeichnungen, und den International Business Summit, zwei Tage mit 15 Sessions und über 400 Teilnehmern auf Deutsch und Englisch. Der Abend war nach Briefing und Probe getragen; der Summit verlangte Einarbeitung in 15 Sessions und Abstimmung mit vielen Rednern. Zwei Aufträge, zwei völlig verschiedene Arbeitsumfänge, also auch zwei verschiedene Angebote. Details zu beiden stehen in den Referenzen.
Woran Sie ein seriöses Angebot erkennen
Vier Merkmale helfen beim Vergleich. Das Angebot kommt schriftlich und nach einem echten Briefing, nicht als Pauschale am Telefon. Es benennt den Leistungsumfang: Briefing, Vorbereitung, Abstimmungen, Probe, Bühnenzeit. Reise- und Übernachtungskosten stehen getrennt. Und es regelt Absage und Verschiebung, bevor der Fall eintritt.
Vorsicht ist bei sehr billigen Angeboten angebracht: Wer keine Vorbereitung einpreist, hat auch keine geplant. Der Schaden eines schlecht geführten Events ist meist teurer als der Unterschied zwischen zwei Angeboten.
So kommen Sie zu Ihrem Angebot
Schicken Sie Datum, Ort, Anlass und grobe Gästezahl über das Kontaktformular. Im Briefing werden Ziel, Ablauf und Sprache geklärt, danach kommt das schriftliche Angebot. Wie der Weg bis zum Eventtag aussieht, steht auf der Seite Moderator buchen; die drei Kooperationsmodelle erklärt die Leistungsseite. Was eine Eventmoderatorin inhaltlich leistet, zeigt die Seite Eventmoderatorin.