Ein internationales Business Event gelingt, wenn Sprache, Kultur und Programm von Anfang an zusammen gedacht werden. Die wichtigsten Entscheidungen fallen vor dem Event: Arbeitssprache festlegen, Sprachwechsel planen, Speaker aus verschiedenen Ländern gezielt briefen.
Die Sprachfrage zuerst
Die erste Entscheidung ist die Arbeitssprache, und sie gehört an den Anfang der Planung, nicht ans Ende. Läuft alles auf Englisch, oder brauchen Teile des Publikums das Programm auf Deutsch? Die ehrliche Antwort steht in der Teilnehmerliste: Wer sitzt im Saal, und in welcher Sprache hört diese Gruppe wirklich zu? Wann Englisch allein trägt, klärt die Seite Moderation auf Englisch. Mischt sich das Publikum, ist der geplante Wechsel oft die bessere Lösung, beschrieben auf der Seite zweisprachige Moderation. Wichtig ist nur: Die Entscheidung fällt bewusst, nicht auf der Bühne.
Kultur zeigt sich in den Details
International heißt nicht nur mehrsprachig. Ein Publikum aus vielen Ländern lacht an verschiedenen Stellen, stellt Fragen auf verschiedene Art und erwartet verschiedene Grade an Direktheit. Wortspiele und lokale Anspielungen erreichen nur einen Teil des Saals, also bleiben sie draußen. Fragerunden brauchen mehr Führung, weil die Hürde, vor fremdsprachigem Publikum zu sprechen, höher liegt. Namen und Titel verdienen besondere Sorgfalt: Jasmin klärt Aussprachen vorab mit jedem Speaker. Und das Tempo sinkt bewusst, denn ein Großteil des Saals hört in einer Fremdsprache zu, klare Sätze schlagen rhetorische Girlanden.
Ein Beispiel aus der Praxis
Beim Global Sales Summit von Bosch führte Jasmin auf Englisch durch ein Programm mit über 500 Teilnehmenden aus mehr als 40 Ländern. Was dort den Unterschied machte: Vorgespräche mit Speakern aus mehreren Zeitzonen, eine klare Bühnensprache ohne Idiome, Fragerunden mit gezielter Ansprache statt offener Stille und Übergänge, die auch für Zuhörer ohne Muttersprache Deutsch oder Englisch jederzeit Orientierung gaben. Ihre Grundlage sind über zehn Jahre im internationalen Vertrieb und Marketing bei Bosch: Sie hat solche Events lange selbst verantwortet, bevor sie sie moderierte.
Was Sie jetzt tun können
Drei Schritte bringen die Planung voran. Erstens die Teilnehmerliste nach Ländern und Sprachen lesen und die Arbeitssprache festlegen. Zweitens die Speaker briefen: Sprache, Redezeit, Publikum, und wer heikle Aussprachen mitbringt. Drittens eine Moderation buchen, die beide Sprachen trägt und internationale Bühnen kennt. Dann bleibt auf dem Event selbst genau eine Aufgabe: ein Programm, dem der ganze Saal folgen kann.